HIV | Therapiebeginn

Durch eine effektive Therapie verringert sich die Anzahl der neu produzierten Viren, was zur Folge hat, dass nicht mehr so viele Zellen infiziert werden und die Zerstörung des Immunsystems aufgehalten wird.

Generell gilt, dass es für den Beginn mit einer antiretroviralen Therapie nie zu spät ist, aber je später mit der Therapie begonnen wird, desto stärker ist das Immunsystem bereits geschädigt und um so schwieriger ist die Therapie, was den Erfolg und die Nebenwirkungen angeht.

Die Entscheidung, wann Sie mit der Therapie beginnen, sollten Sie in Ruhe mit Ihrem Arzt besprechen.

Indikation

Wann mit einer HAART begonnen werden sollte, hängt vom Verlauf der HIV-Infektion und vom Zustand des Immunsystems ab.

Ernstzunehmende Indikationen für den Beginn einer antiretroviralen Therapie sind:

  • Auftreten von Symptomen einer HIV-Infektion wie Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsverlust, persistierende Lymphknotenschwellungen u.a.
  • dauerhaftes Absinken der absoluten Helferzahlen auf unter 350 bis 250/µl bzw.
    oder dauerhaftes Absinken der relativen Helferzahlen auf unter 15%

Wenn die absoluten Helferzellen kleiner 200/µl oder wenn die relativen Werte unter 15 % liegen, ist das Risiko, an einer lebensbedrohlichen opportunistischen Infektion zu erkranken sehr hoch.

Hier ist es besonders wichtig, mit einer HAART zu starten, um die Helferzellen wieder auf Werte anzuheben, wo keine opportunistischen Infektionen auftreten.

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Resistenztest

Vor dem Beginn mit einer anitretroviralen Therapie ist es sinnvoll, einen Resistenztest zu machen, damit kein Medikament zum Einsatz kommt, gegen das das Virus bereits unempfindlich ist.

Das kann z.B. der Fall sein, wenn man sich bei jemandem angesteckt hat, der bereits eine Kombinationstherapie macht und bei dem die Medikamente nicht mehr ausreichend wirken.

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